Wasserspender-Lexikon: Begriffe einfach erklärt
Zapfleistung, Systemtrenner, Karbonator: In Angeboten und Datenblättern für Wasserspender tauchen Begriffe auf, die selten jemand erklärt. Hier stehen 30 davon, alphabetisch und so kurz wie möglich. Jeder Eintrag beantwortet zuerst die Frage, was der Begriff bedeutet, und sagt dann, was er für deine Entscheidung im Betrieb heißt. Wo es mehr zu wissen gibt, führt ein Link zum passenden Artikel.
Aktivkohlefilter
Ein Aktivkohlefilter ist eine Filterstufe aus stark poröser Kohle, an deren innerer Oberfläche Stoffe wie Chlor und Geruchsstoffe haften bleiben. Im leitungsgebundenen Wasserspender sitzt er meist als Kartusche zwischen Absperrventil und Gerät, oft kombiniert mit einem Sedimentfilter. Er reduziert Chlor, Gerüche und Schwebstoffe und macht den Geschmack neutraler. Was er nicht tut: Er enthärtet nicht, Kalk bleibt im Wasser. Seine Aufnahmefähigkeit ist begrenzt. Ist sie erschöpft, filtert er kaum noch und kann selbst zur Ablagerungsfläche für Keime werden. Deshalb wird er nach Herstellervorgabe getauscht, siehe Filterwechsel.
Mehr dazu: Leitungsgebundener Wasserspender: Aufbau und Filter
Auslauf / Zapfhahn
Der Auslauf, oft auch Zapfhahn genannt, ist die Stelle, an der das Wasser das Gerät verlässt und ins Glas läuft. Hygienisch ist er der empfindlichste Punkt am ganzen Spender, denn hier kommen Hände, Flaschenhälse und Spritzer hin. Wer eine Trinkflasche direkt an den Auslauf drückt, überträgt Keime vom Mund auf das Gerät. Deshalb gehört die Reinigung des Auslaufs in die tägliche Pflege, zusammen mit der Abtropfschale. Bei der Wartung wird er zusätzlich desinfiziert. Geräte mit Sensor statt Taste reduzieren den Handkontakt, siehe Touch-free. Optional kann UV-C am Auslass wirken.
Mehr dazu: Wasserspender-Hygiene im Betrieb
Betreiber (TrinkwV)
Ein Betreiber im Sinne der Trinkwasserverordnung ist der Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage, so steht es in § 2 TrinkwV. Für die Trinkwasserinstallation in einem Firmengebäude ist das in der Regel der Eigentümer oder das Unternehmen, das die Anlage betreibt, nicht der Gerätelieferant. Der Betreiber muss dafür sorgen, dass das Wasser an den Entnahmestellen den Anforderungen entspricht. Ein Wartungsanbieter nimmt dir die praktische Arbeit ab, die Verantwortung bleibt aber bei dir. Was hilft: Wartungs- und Reinigungsnachweise aufbewahren. Bei einer Nachfrage des Gesundheitsamts sind sie dein Beleg, dass das Gerät betreut wird.
Mehr dazu: Trinkwasserverordnung und Wasserspender
Biofilm
Ein Biofilm ist eine dünne, schleimige Schicht aus Mikroorganismen, die sich auf feuchten Oberflächen festsetzt, etwa in Schläuchen, an Dichtungen oder im Auslauf. Mit bloßem Auge ist er meist nicht zu sehen. Er entsteht besonders dort, wo Wasser lange steht oder warm wird, und er schützt die Keime darin vor Spülung. Einmal gebildet, lässt er sich durch normales Durchspülen kaum entfernen. Deshalb setzt die Hygiene beim Wasserspender auf Vorbeugung: regelmäßige Desinfektion der wasserführenden Teile, rechtzeitiger Filterwechsel und ein Gerät, das genutzt wird, statt wochenlang zu stehen.
Mehr dazu: Wasserspender-Hygiene im Betrieb
CO₂-Flasche
Eine CO₂-Flasche ist ein Druckbehälter mit Kohlensäure in Lebensmittelqualität (E290), aus dem ein Sprudelgerät das Gas für sprudelndes Wasser bezieht. Sie steht je nach Modell im Gerät, im Unterschrank oder daneben. Ein Druckminderer bringt den Flaschendruck auf den Wert, den der Karbonator braucht. CO₂-Flaschen werden aufrecht transportiert, gelagert und betrieben. Zischt es hörbar an Flasche oder Anschluss: Flaschenventil schließen, Raum lüften, Service anrufen. CO₂ ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden. Bei uns wird CO₂ immer gesondert berechnet, auch bei Miete; den Wechsel übernehmen wir bei der Wartung.
Mehr dazu: Wasserspender mit Sprudel
Desinfektion
Die Desinfektion ist die gezielte Behandlung der wasserführenden Teile eines Wasserspenders mit einem dafür zugelassenen Mittel, um Keime und beginnenden Biofilm abzutöten. Sie ist etwas anderes als Reinigung: Beim Abwischen von Gehäuse und Abtropfschale wird Schmutz entfernt, bei der Desinfektion wird das Innere des Geräts behandelt und anschließend gründlich gespült. Mittel, Einwirkzeit und Ablauf gibt der Hersteller vor. Deshalb ist sie Aufgabe des Technikers bei der Wartung, nicht des Teams. Ein optionales UV-C-Modul ergänzt die Desinfektion, ersetzt sie aber nicht.
Mehr dazu: Wasserspender-Wartung: was dazugehört
DIN EN 1717 / Rückflusssicherung
DIN EN 1717 ist die europäische Norm zum Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen durch Rückfließen. Sie regelt, welche Sicherungseinrichtung zwischen der Trinkwasserinstallation und einem angeschlossenen Gerät sitzen muss. Hintergrund: Fällt im Gebäude der Druck ab, etwa bei einem Rohrbruch, könnte Wasser aus einem Gerät zurück in die Hausleitung gesaugt werden. Eine Rückflusssicherung verhindert das. Welche Bauart nötig ist, hängt davon ab, wie gefährlich die Flüssigkeit im Gerät eingestuft wird. Gesundheitsämter nennen für Wasserspender zum Beispiel einen Systemtrenner. Wir setzen bei jedem Einbau eine Rückflusssicherung nach DIN EN 1717.
Mehr dazu: Wasserspender-Installation: Ablauf
Eckventil / Absperrventil
Ein Eckventil ist ein kleines Absperrventil, das meist unter der Spüle aus der Wand kommt und den Wasserzulauf zu Armatur, Spülmaschine oder eben einem Wasserspender öffnet und schließt. Hat es einen freien Abgang, kann ein Spender dort angeschlossen werden. Sitzt nur ein Abgang dran und ist der belegt, setzt ein Installateur vorher ein passendes Ventil. Für die Planung reicht oft ein Foto vom Unterschrank. Wir schließen an ein vorhandenes Absperrventil an und verlegen selbst keine Leitungen. Liegt am Wunschort gar kein Wasser, legt die Leitung vorher ein Installateur.
Mehr dazu: Wasserspender mit Festanschluss
Eisbank / Durchlaufkühlung
Eine Eisbank ist ein Kühlprinzip, bei dem das Kühlaggregat in einem Wasserbad einen Eisvorrat aufbaut; das Trinkwasser fließt in einer Rohrschlange durch dieses Eiswasser und kühlt dabei ab. Der Vorteil: Der Eisvorrat puffert Spitzen, viele Gläser hintereinander kommen kalt, ohne Nachkühlzeit. Bei der Durchlaufkühlung wird das Wasser dagegen ohne Eisvorrat direkt beim Durchfließen über einen Wärmetauscher heruntergekühlt. Das ist kompakter, hängt bei Andrang aber stärker an der Kühlleistung. Der Aqua Fresh Light arbeitet mit isolierter Eisbank und doppelten Kühlschlangen.
Mehr dazu: Aqua Fresh Light
Festwasseranschluss
Ein Festwasseranschluss ist die feste Verbindung eines Geräts mit der Kaltwasserleitung des Gebäudes, im Gegensatz zu Geräten mit Tank oder Gallone. Bei Wasserspendern ist das üblicherweise ein 3/4-Zoll-Anschluss, wie ihn auch eine Spülmaschine nutzt, dazu eine Steckdose mit 230 Volt. Zwischen Ventil und Gerät sitzen Filter und Rückflusssicherung. Der Begriff „Festwasser“ hat sich in Angeboten eingebürgert, gemeint ist immer dasselbe: Das Gerät holt sein Wasser selbst aus der Leitung, Lieferungen entfallen. Wie der Anschluss abläuft und wann ein Installateur vorher ran muss, steht im vertiefenden Artikel.
Mehr dazu: Wasserspender mit Festanschluss
Filterwechsel
Der Filterwechsel ist der Austausch der verbrauchten Filterkartusche gegen eine neue, meist als Teil der regelmäßigen Wartung. Wann er fällig ist, hängt vom Durchsatz und von der Herstellervorgabe ab; üblich sind 6 bis 12 Monate. Ein Team, das viel zapft, verbraucht einen Filter schneller als ein kleines Büro. Wichtig: Die Kartusche wird komplett getauscht, nicht gereinigt. Ein zu lange genutzter Filter lässt nach und kann zur Fläche für Ablagerungen werden. Nach dem Wechsel wird gespült, damit feine Kohlepartikel aus der neuen Kartusche nicht ins Glas gelangen. Das Datum gehört ins Wartungsprotokoll.
Mehr dazu: Wasserspender-Wartung: was dazugehört
Gallonen-Wasserspender
Ein Gallonen-Wasserspender ist ein freistehendes Gerät ohne Leitungsanschluss, auf das ein großer Wasserbehälter kopfüber aufgesetzt wird, meist mit rund 19 Litern. Das Wasser wird angeliefert, volle Behälter werden gegen leere getauscht. Er braucht nur eine Steckdose und lässt sich frei aufstellen. Dafür fallen Lieferung, Lagerung und das Heben der Behälter an. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt in seinem Merkblatt Standzeiten über 14 Tage nach Anbruch als problematisch, sofern kein Sterilluftfilter verbaut ist. Wo kein Anschluss in Reichweite ist oder der Standort nur befristet genutzt wird, kann die Gallone die passende Lösung sein.
Mehr dazu: Gallone oder Festwasser im Vergleich
Gesamthärte / °dH
Die Gesamthärte ist die Summe der im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen, also das, was im Alltag als Kalk sichtbar wird. Angegeben wird sie traditionell in Grad deutscher Härte (°dH), Wasserversorger nennen heute zusätzlich Millimol Calciumcarbonat je Liter. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten drei Härtebereiche: weich unter 1,5 mmol/l (unter 8,4 °dH), mittel 1,5 bis 2,5 mmol/l (8,4 bis 14 °dH) und hart über 2,5 mmol/l (über 14 °dH). Den Wert für deine Adresse veröffentlicht dein Wasserversorger. Was die Härte für einen Wasserspender bedeutet, steht unter Wasserhärte.
Mehr dazu: Wasserhärte in NRW
Kältemittel R290
R290 ist die Kältemittelbezeichnung für Propan, ein natürliches Kältemittel, das in vielen modernen Kühlgeräten eingesetzt wird. Es zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf, nimmt im Verdampfer Wärme aus dem Wasser auf und gibt sie am Verflüssiger an die Raumluft ab. Sein Treibhauspotenzial (GWP) liegt bei etwa 3 und damit weit unter dem vieler synthetischer Kältemittel. Für dich als Nutzer heißt das: Der Kältekreislauf ist versiegelt, du kommst mit dem Kältemittel nicht in Berührung. Damit die Wärme abgeführt werden kann, braucht das Gerät etwas Luft um die Lüftungsöffnungen. Alle unsere Geräte arbeiten mit R290.
Mehr dazu: Alle Geräte im Überblick
Karbonator
Ein Karbonator ist der Behälter im Wasserspender, in dem gekühltes Wasser unter Druck mit Kohlendioxid angereichert wird. Eine Pumpe hält ihn gefüllt, die CO₂-Flasche liefert über einen Druckminderer das Gas. Drückst du die Taste für sprudelndes Wasser, öffnet ein Ventil den Weg zum Auslauf. Weil kaltes Wasser Kohlensäure besser bindet als warmes, wird erst gekühlt und dann karbonisiert. Daraus folgt eine Praxisregel: Sprudelt das Wasser nach vielen Zapfungen schwächer, ist es oft nur nicht kalt genug. Erholt sich das nach einer Pause, ist das Gerät in Ordnung.
Mehr dazu: Wasserspender mit Sprudel
Kühlleistung
Die Kühlleistung ist die Menge Wasser, die ein Spender pro Stunde durchgehend auf Trinktemperatur kühlen kann, angegeben in Litern pro Stunde. Sie ist die wichtigere Zahl für Teams, denn sie entscheidet, ob in der Mittagspause das zehnte Glas noch kalt kommt. Beispiele aus unserem Programm: Der Blu Pura 30 schafft 30 l/h, der Aqua Fresh Light bis 80 l/h. Beim Blu Glass Tower hängt sie vom kombinierten Einbaugerät ab. Nicht verwechseln mit der Zapfleistung, die angibt, wie viel insgesamt herauskommt, gekühlt oder nicht. Zum Vergleich: 30 l/h sind 120 Gläser à 0,25 l pro Stunde.
Mehr dazu: Blu Pura 30
Legionellen
Legionellen sind Bakterien, die natürlich im Wasser vorkommen und sich vor allem zwischen etwa 25 und 45 °C vermehren; gefährlich werden sie meist, wenn belastetes Wasser fein vernebelt eingeatmet wird, etwa beim Duschen. Im kalten Wasser unter 20 °C vermehren sie sich kaum. Die Untersuchungspflicht der Trinkwasserverordnung betrifft deshalb vor allem große Anlagen zur Trinkwassererwärmung mit Duschen oder Vernebelung. Ein Kaltwasser-Spender ohne Heißwasser gehört nicht dazu. Der Wert von 100 KBE pro 100 ml ist ein technischer Maßnahmenwert, kein Grenzwert. Für den Spender zählen trotzdem dieselben Grundregeln: kein warmes Standwasser, regelmäßige Wartung.
Mehr dazu: Trinkwasserverordnung und Wasserspender
Leitungsgebundener Wasserspender
Ein leitungsgebundener Wasserspender ist ein Gerät, das fest an die Kaltwasserleitung angeschlossen ist und Leitungswasser filtert, kühlt und auf Wunsch mit Kohlensäure ausgibt. Im Englischen heißt das Prinzip „Point of Use“, das Wasser wird am Ort des Verbrauchs aufbereitet. Anders als beim Gallonen-Spender gibt es keine Lieferungen, keine Behälter und kein Leergut. Die Kosten sind weitgehend fix, das Wasser selbst kostet Bruchteile eines Cents pro Liter. Dafür braucht der Standort einen Festwasseranschluss in Reichweite, und das Gerät braucht regelmäßige Wartung. Es gibt ihn als Tisch-, Stand- und Einbaugerät.
Mehr dazu: Leitungsgebundener Wasserspender erklärt
Sedimentfilter
Ein Sedimentfilter ist eine mechanische Filterstufe, die feste Partikel wie Sand, Rost oder andere Schwebstoffe aus dem Wasser zurückhält. Er arbeitet wie ein sehr feines Sieb. In Wasserspendern sitzt er häufig als erste Stufe vor dem Aktivkohlefilter oder ist mit ihm in einer Kartusche kombiniert. So setzt sich die Aktivkohle nicht mit Partikeln zu und bleibt für Chlor und Gerüche frei. Gelöste Stoffe wie Kalk hält ein Sedimentfilter nicht zurück. In Altbauten mit älteren Leitungen kann er nach Bauarbeiten am Netz schneller voll sein, weil dann mehr Partikel mitkommen.
Mehr dazu: Leitungsgebundener Wasserspender: Aufbau und Filter
Stagnation
Stagnation ist der Zustand, in dem Trinkwasser längere Zeit unbewegt in Leitungen oder Geräten steht. Dabei erwärmt es sich auf Raumtemperatur, Stoffe aus den Leitungen können sich lösen, und Keime finden bessere Bedingungen. Das Umweltbundesamt rät, Wasser, das länger als vier Stunden gestanden hat, nicht zum Trinken oder Kochen zu verwenden, sondern ablaufen zu lassen, bis es merklich kühler kommt. Für Wasserspender heißt das praktisch: Nach Wochenenden, Ferien oder Betriebsurlaub zuerst ein paar Gläser verwerfen. Wird ein Gerät mehrere Wochen gar nicht genutzt, sprich die Wiederinbetriebnahme mit deinem Wartungsanbieter ab.
Mehr dazu: Wasserspender-Hygiene im Betrieb
Standgerät
Ein Standgerät ist ein freistehender Wasserspender, der auf dem Boden steht und keine Arbeitsplatte braucht. Er ist für größeren Bedarf gebaut, mit mehr Kühlleistung und oft einem abschließbaren Unterschrank für CO₂-Flasche und Filter. In unserem Programm ist das der Aqua Fresh Light mit bis zu 80 l/h Kühlleistung. Er braucht neben Festwasser und Steckdose einen Abwasseranschluss, das ist bei der Standortwahl der Punkt, den viele übersehen. Sinnvoll ist ein Standgerät in Sozialräumen, Kantinen, Produktionsbereichen oder Fluren, wo viele Menschen in kurzer Zeit zapfen und keine Küchenzeile vorhanden ist.
Mehr dazu: Aqua Fresh Light
Systemtrenner
Ein Systemtrenner ist eine Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717, die das Trinkwassernetz zuverlässig vom angeschlossenen Gerät trennt, sobald Wasser zurückfließen könnte. Er besteht aus mehreren Kammern mit Rückflussverhinderern und einem Ablassventil: Kommt es zu einem Druckabfall auf der Netzseite, öffnet er zur Atmosphäre, statt Wasser zurückzulassen. Je nach Bauart gibt es kontrollierbare und nicht kontrollierbare Systemtrenner. Gesundheitsämter nennen ihn für Wasserspender als Beispiel einer geeigneten Sicherung. Für dich als Betreiber ist wichtig: Die Sicherung ist Teil der Installation und gehört ins Einbauprotokoll, damit sie bei einer Begehung nachweisbar ist.
Mehr dazu: Wasserspender-Installation: Ablauf
Tafelwasser
Tafelwasser ist nach der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ein Wasser, dem bestimmte Zutaten zugesetzt wurden, etwa Natursole, Meerwasser, Natriumchlorid oder Magnesiumchlorid. Grundlage sind Trink- oder Mineralwasser. Gefiltertes Leitungswasser aus einem Spender fällt nach dem Wortlaut nicht darunter, denn es wird nichts zugesetzt außer gegebenenfalls Kohlensäure. Für Gastronomie und Kantinen ist das relevant: Auf Karte oder Schild gehört deshalb eine Bezeichnung wie „Trinkwasser, gefiltert“ oder „Hauswasser, still / mit Kohlensäure“, nicht „Tafelwasser“ und schon gar nicht „Mineralwasser“. Das schafft Klarheit für Gäste und vermeidet Ärger bei einer Kontrolle.
Mehr dazu: Leitungswasser im Restaurant
Tischgerät
Ein Tischgerät ist ein kompakter Wasserspender, der auf einer Arbeitsplatte oder Theke steht, meist in der Teeküche direkt über dem Spülenunterschrank. Dort liegt in der Regel schon ein Kaltwasser-Eckventil, und Filter oder CO₂-Flasche finden im Unterschrank Platz. Tischgeräte decken den typischen Bürobedarf ab. In unserem Programm sind das der Blu Pura 30 und seine matte Variante Blu Pura Black, der berührungslose Touch Free, der Blu Glass im Glas-Design und der Cube als kompakter Einstieg für kleine Teams. Prüf vor dem Termin die Höhe unter den Hängeschränken, damit Gerät und Glas darunter passen.
Mehr dazu: Alle Geräte im Überblick
Touch-free / berührungslos
Touch-free bedeutet, dass der Wasserspender das Wasser per Sensor ausgibt, ohne dass jemand eine Taste oder einen Hebel berührt. Du hältst das Glas unter den Auslauf, der Sensor erkennt es und startet die Ausgabe. Der Vorteil liegt in weniger Handkontakt an einer Stelle, die viele Menschen am Tag anfassen. Das ist vor allem in Praxen, Pflegeeinrichtungen, Wartebereichen und Kantinen ein Argument. Berührungslos heißt aber nicht wartungsfrei: Auslauf und Abtropfschale brauchen weiter Pflege. In unserem Programm ist der Touch Free das einzige berührungslose Gerät, ein Tischgerät mit still, gekühlt und sprudelnd.
Mehr dazu: Touch Free
Trinkwasserverordnung
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist die deutsche Verordnung, die festlegt, welche Qualität Wasser für den menschlichen Gebrauch haben muss und wer dafür verantwortlich ist. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2023. Sie enthält Grenzwerte für mikrobiologische und chemische Parameter, regelt Untersuchungspflichten und beschreibt die Pflichten der Betreiber. Ein leitungsgebundener Wasserspender hängt an der Trinkwasserinstallation, deshalb muss das Wasser, das er ausgibt, diese Anforderungen weiter erfüllen. Eine feste, jährliche Laboruntersuchung jedes einzelnen Spenders schreibt die Verordnung nicht pauschal vor. Was konkret gilt, erklärt der vertiefende Artikel.
Mehr dazu: Trinkwasserverordnung und Wasserspender
UV-C
UV-C ist kurzwelliges ultraviolettes Licht, das Mikroorganismen inaktiviert, indem es ihr Erbgut schädigt. In Wasserspendern wird es als Lampe oder LED eingesetzt, je nach Bauart am Auslauf oder im Wasserweg, um eine zusätzliche Barriere gegen Keime zu schaffen. Bei uns ist UV-C eine Option, kein Standard. Wichtig ist die richtige Erwartung: UV-C wirkt nur dort, wo das Licht hinkommt, und nur bei klarem Wasser. Es ersetzt weder Desinfektion noch Filterwechsel. Bei Geräten mit UV-C-Modul wird die Lampe bei der Wartung geprüft und nach Herstellerintervall getauscht.
Mehr dazu: Wasserspender-Wartung: was dazugehört
Wartung
Die Wartung ist der regelmäßige Servicetermin, bei dem ein Techniker einen Wasserspender prüft, desinfiziert und Verschleißteile tauscht. Dazu gehören je nach Gerät Filterwechsel, Desinfektion der wasserführenden Teile, Kontrolle von Dichtungen und Schläuchen, Check der CO₂-Versorgung und eine Funktionsprüfung von Kühlung und Sprudel. Üblich ist ein halbjährliches Intervall, maßgeblich sind die Herstellervorgaben und der Durchsatz. Am Ende steht ein Protokoll, das du als Nachweis aufbewahrst. Die tägliche Pflege, also Abtropfschale leeren und Auslauf abwischen, ersetzt die Wartung nicht, sie ergänzt sie.
Mehr dazu: Wasserspender-Wartung: was dazugehört
Wasserhärte
Die Wasserhärte beschreibt, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst sind, also wie viel Kalk es mitbringt. In weiten Teilen des Rheinlands liegt sie im Bereich „hart“. Am Trinkwasser selbst ist daran nichts auszusetzen, Kalk ist kein Gesundheitsrisiko. Für ein Gerät, das du viele Jahre betreibst, zählt die Härte trotzdem: Kalk kann sich an Ventilen, im Karbonator und am Auslauf absetzen. Der Filter im Wasserspender enthärtet nicht. Er reduziert Chlor, Gerüche und Schwebstoffe, Kalk bleibt. Deshalb gehört die Härte deines Standorts in die Wartungsplanung. Die Werte für viele NRW-Städte stehen auf unserer Übersichtsseite.
Mehr dazu: Wasserhärte in NRW
Zapfleistung
Die Zapfleistung ist die Wassermenge, die ein Spender insgesamt pro Stunde ausgeben kann, angegeben in Litern pro Stunde, unabhängig davon, ob das Wasser gekühlt ist. Sie beschreibt, wie viel herauskommt, nicht wie kalt. Der Blu Pura 30 hat eine Zapfleistung von 120 l/h, davon 30 l/h gekühlt. Wer ein Gerät nach Teamgröße auswählt, schaut deshalb zuerst auf die Kühlleistung, denn getrunken wird überwiegend kalt. Die Zapfleistung wird wichtig, wenn auch stilles Wasser in Raumtemperatur in größeren Mengen gezapft wird, etwa für Kaffeemaschinen, Wasserkocher oder Karaffen an einer Theke.
Mehr dazu: Blu Pura 30
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zapfleistung und Kühlleistung?
Die Zapfleistung gibt an, wie viele Liter ein Spender pro Stunde insgesamt ausgibt. Die Kühlleistung gibt an, wie viele Liter davon durchgehend gekühlt kommen. Für Teams ist die Kühlleistung die entscheidende Zahl, weil überwiegend kalt getrunken wird.
Enthärtet der Filter im Wasserspender das Wasser?
Nein. Die Filter in leitungsgebundenen Wasserspendern reduzieren Chlor, Gerüche und Schwebstoffe. Kalk bleibt im Wasser. Deshalb gehört die Wasserhärte am Standort in die Wartungsplanung.
Darf ich gefiltertes Leitungswasser aus dem Spender Tafelwasser nennen?
Besser nicht. Tafelwasser ist nach der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung Wasser mit bestimmten zugesetzten Zutaten. Gefiltertes Leitungswasser fällt nach dem Wortlaut nicht darunter. Treffender sind Bezeichnungen wie „Trinkwasser, gefiltert“ oder „Hauswasser“.