Tafelwasseranlage: was sie ist, was sie kostet und ob Mieten oder Kaufen passt
Eine Tafelwasseranlage ist eine Anlage, die Leitungswasser filtert, kühlt und auf Wunsch mit Kohlensäure versetzt. Gemeint sind leitungsgebundene Wasserspender als Tisch- oder Standgerät, Thekensäulen und Untertischanlagen. Der Name führt allerdings in die Irre: Was aus der Anlage kommt, ist gefiltertes Trinkwasser und nach dem Wortlaut der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung kein Tafelwasser. Hier erfährst du, welche Bauformen es gibt, mit welchen Kosten du am Markt rechnen solltest und was für Gastronomie, Büro und Zuhause passt. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Wie eine Tafelwasseranlage funktioniert
Die Anlage hängt fest an der Trinkwasserleitung. Das Wasser läuft durch einen Filter, der Chlor, Gerüche und Schwebstoffe reduziert, wird gekühlt und bei Bedarf mit CO₂ aus einer Flasche gesprudelt. Gezapft wird direkt ins Glas, in die Karaffe oder in die Flasche. Es gibt keine Gallonen, keine Kisten und kein Leergut.
„Tafelwasseranlage“ ist dabei vor allem ein Branchenbegriff aus Gastronomie und Klinik. Im Büro heißt dasselbe Gerät meist Wasserspender mit Festanschluss. Technisch ist das in der Regel kein Unterschied, wie der Artikel leitungsgebundener Wasserspender zeigt. Die Unterschiede liegen in der Bauform und in der Kühlleistung.
Darf das Wasser „Tafelwasser“ heißen?
Nach § 10 Abs. 2 der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist Tafelwasser Wasser, das eine oder mehrere der in § 11 Abs. 1 genannten Zutaten enthält. Dazu gehören etwa Natursole, Meerwasser, Natriumchlorid und Magnesiumchlorid. Eine übliche Tafelwasseranlage setzt nichts davon zu, sie filtert, kühlt und sprudelt nur. Gefiltertes Leitungswasser, auch mit Kohlensäure, fällt deshalb nach dem Wortlaut nicht unter den Begriff.
Für Karte und Schild sind Bezeichnungen wie „hauseigenes Wasser, still / mit Kohlensäure“, „gefiltertes Leitungswasser“ oder „Trinkwasser, gefiltert“ die sichere Wahl. „Mineralwasser“ ist ein geschützter Begriff und kommt nicht infrage. Welche Begriffe sonst heikel sind und was beim Preis auf der Karte gilt, steht in Leitungswasser im Restaurant servieren. Bist du unsicher, fragst du bei der Lebensmittelüberwachung deiner Stadt oder deines Kreises nach.
Bauformen und was wir davon anbieten
Welche Bauform passt, hängt vor allem davon ab, wie viel gekühltes Wasser in der vollsten Viertelstunde gebraucht wird und wo die Anlage stehen soll.
| Bauform | Typischer Einsatz | Bei Aqua Sonata |
|---|---|---|
| Tischgerät | Büro, Café, Praxis, Küche zuhause | Blu Pura 30, Blu Pura Black, Blu Glass und Touch Free mit 30 l/h Kühlleistung, Cube mit 60 l/h, nur gekühlt |
| Standgerät | Kantine, Buffet, Produktion | Aqua Fresh Light mit 80 l/h, braucht einen Abwasseranschluss |
| Thekensäule | Restaurant, Bar, Hotelfrühstück | Blu Glass Tower, die Technik sitzt in einem Einbaugerät im Unterschrank, die Leistung richtet sich nach diesem Gerät |
| Untertischanlage mit eigenem Zapfhahn | Küchen mit wenig Platz auf der Arbeitsfläche | Nicht als eigenes Produkt in unserem Programm |
Alle unsere Geräte geben gekühltes Wasser still und mit Kohlensäure aus. Heißwasser bieten sie nicht. Welches Gerät zu deiner Teamgröße passt, zeigt die Geräteübersicht.
Was kostet eine Tafelwasseranlage?
Am Markt kostet ein leitungsgebundenes Tischgerät im Kauf etwa 1.200 bis 2.500 €, ein Standgerät 2.000 bis 4.500 €. Danach fallen für Wartung, Filter und CO₂ meist 300 bis 550 € im Jahr an, ein Wartungsvertrag allein liegt bei 200 bis 400 €. Eine Miete liegt meist bei 60 bis 150 € im Monat. Das sind Marktwerte, Stand: Oktober 2026, kein Angebot von Aqua Sonata.
Wer eine günstige Tafelwasseranlage sucht, sollte auf den Preis pro Liter schauen statt nur auf den Gerätepreis. Das Leitungswasser selbst kostet unter 1 Cent pro Liter. Mit Gerät, Wartung und Filter kommt ein Büro mit 30 Personen am Markt auf rund 14 Cent pro Liter, je nach Nutzung 8 bis 27 Cent. Je mehr gezapft wird, desto niedriger der Literpreis, weil die festen Kosten gleich bleiben. Alle Posten stehen in Wasserspender Kosten 2026.
Mieten oder kaufen?
Wir empfehlen den Kauf, wenn die Anlage mehrere Jahre am selben Ort bleibt. Über die volle Nutzungsdauer ist er meist günstiger. Den Einbau berechnen wir beim Kauf, die Wartung kommt per Wartungsvertrag dazu. Die Miete passt, wenn du keine Anschaffung willst oder absehbar umziehst. Bei uns enthält die Rate Installation, Wartung und Filter, CO₂ wird gesondert berechnet. Ein Wechsel auf ein anderes Gerät während der Laufzeit ist nicht vorgesehen, deshalb planen wir die Größe vorher mit dir. Fällt das Gerät ohne dein Verschulden aus, reparieren oder ersetzen wir es.
Leasing bieten wir nicht an. Wie Leasingverträge am Markt aufgebaut sind, steht unter Wasserspender leasen, die Rechnung über mehrere Jahre in Wasserspender kaufen oder mieten.
Gastronomie, Büro, Zuhause, Klinik
In der Gastronomie zählt die Kühlleistung im Mittags- und Abendgeschäft. Ein Café kommt oft mit einem Tischgerät aus, an der Bar spart eine Thekensäule Platz, für Kantine und Buffet braucht es ein Standgerät. Rechenweg, HACCP und Prüfpflichten für Schankanlagen stehen im Leitfaden Wasserspender für Gastronomie.
Im Büro reicht als Faustregel ein Tischgerät für rund 30 Personen. Mehr dazu unter Wasserspender fürs Büro.
Zuhause ist eine Tafelwasseranlage vor allem eine Frage des Komforts: kein Kistenschleppen, gekühlter Sprudel aus der Küche. Zum Sparen eignet sie sich selten. In der Mietwohnung fragst du vorher kurz den Vermieter. Was das kostet, steht unter Wasserspender für Zuhause mieten, einen Überblick gibt die Seite Für Zuhause.
In Kliniken heißt der Wasserspender oft Tafelwasseranlage. Ob und wo eine Anlage stehen darf, entscheidet dort die Krankenhaushygiene, nicht der Anbieter. Es gibt auch Fachstellen, die in medizinischen Einrichtungen grundsätzlich von Wasserspendern abraten. Die Einordnung steht in Wasserspender für Arztpraxis und Klinik.
Anschluss, Abfluss und Wartung
Wir schließen die Anlage an ein vorhandenes Kaltwasser-Eckventil an, mit Rückflusssicherung nach DIN EN 1717. Der Einbau dauert meist 30 bis 60 Minuten. Die Anlage steht direkt beim Eckventil. Leitungen verlegen wir nicht: Fehlt am Wunschplatz ein Anschluss, legt ihn vorher ein Installateur. Unsere Tischgeräte brauchen außerdem eine Steckdose, das Standgerät zusätzlich einen Abwasseranschluss. Wo bei der Thekensäule das Einbaugerät Platz findet, klären wir beim kostenlosen Termin vor Ort.
Gewartet wird meist halbjährlich: Filterwechsel, Desinfektion der wasserführenden Teile, Kontrolle der Dichtungen und ein Protokoll für deine Unterlagen. Die tägliche Reinigung der Zapfstelle bleibt bei dir. Was bei der Wartung genau passiert, steht in Wasserspender-Wartung. Beratung, Einbau und Wartung übernimmt bei Aqua Sonata unser eigenes Team, seit 2019 und mit über 2.300 Wartungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Tafelwasseranlage?
Eine Anlage am Wasseranschluss, die Leitungswasser filtert, kühlt und auf Wunsch mit Kohlensäure versetzt. Gemeint sind leitungsgebundene Wasserspender, Thekensäulen und Untertischanlagen.
Darf ich das Wasser als Tafelwasser verkaufen?
Besser nicht. Tafelwasser ist nach § 10 Abs. 2 der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung Wasser mit bestimmten Zutaten wie Natriumchlorid oder Magnesiumchlorid. Gefiltertes Leitungswasser verkaufst du als „hauseigenes Wasser“ oder „Trinkwasser, gefiltert“. Im Zweifel fragst du die Lebensmittelüberwachung.
Was kostet eine Tafelwasseranlage?
Am Markt 1.200 bis 2.500 € für ein Tischgerät und 2.000 bis 4.500 € für ein Standgerät im Kauf, dazu 300 bis 550 € im Jahr für Wartung, Filter und CO₂. Miete meist 60 bis 150 € im Monat. Das sind Marktwerte, kein Angebot.
Tafelwasseranlage mieten oder kaufen?
Bleibt die Anlage mehrere Jahre am selben Ort, ist der Kauf meist günstiger, der Einbau wird dabei berechnet. Die Miete enthält bei uns Installation, Wartung und Filter, CO₂ kommt gesondert dazu. Leasing bieten wir nicht an.
Braucht eine Tafelwasseranlage einen Abfluss?
Unsere Tischgeräte nicht, sie brauchen ein vorhandenes Kaltwasser-Eckventil und eine Steckdose. Das Standgerät Aqua Fresh Light braucht zusätzlich einen Abwasseranschluss.
Eignet sich eine Tafelwasseranlage für zuhause?
Ja, als Tischgerät in der Küche, wenn dort ein Kaltwasser-Eckventil und eine Steckdose vorhanden sind. Es ist eine Komfortentscheidung, zum Sparen eignet sich die Anlage im Haushalt selten.
Wer schließt eine Tafelwasseranlage an?
Wir schließen sie an ein vorhandenes Kaltwasser-Eckventil an, mit Rückflusssicherung nach DIN EN 1717. Fehlt ein Anschluss, legt ihn vorher ein Installateur.