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Technik · 8 Min · Aktualisiert Oktober 2026

Wasserspender mit Sprudel: so kommt die Kohlensäure ins Wasser

Still, gekühlt und sprudelnd aus einem Gerät, direkt aus der Leitung. Hier steht, wie die Kohlensäure im leitungsgebundenen Wasserspender entsteht, was CO₂ im Jahr kostet und worin der Unterschied zum Wassersprudler für die Küche zu Hause liegt.

Wie entsteht Sprudel im leitungsgebundenen Wasserspender?

Ein leitungsgebundener Wasserspender hängt am Kaltwassernetz des Gebäudes. Das Wasser läuft durch den Filter und wird im Gerät gekühlt. Für sprudelndes Wasser kommen drei Bauteile dazu:

  • CO₂-Flasche: Sie enthält Kohlensäure in Lebensmittelqualität (E290) und steht im oder neben dem Gerät, je nach Modell auch im Unterschrank.
  • Druckminderer: Er bringt den Druck aus der Flasche auf den Wert, den das Gerät braucht.
  • Karbonator: ein Behälter im Gerät, in dem gekühltes Wasser mit CO₂ angereichert wird. Eine Pumpe sorgt dafür, dass genug Wasser im Karbonator steht.

Drückst du die Taste für sprudelndes Wasser, öffnet ein Ventil den Weg aus dem Karbonator zum Auslass. Bei stillem Wasser wird nur gekühlt. Manche Geräte bieten zusätzlich eine Stufe „medium", bei der stilles und karbonisiertes Wasser gemischt wird.

Wie stark das Wasser sprudelt, hängt laut Herstellerunterlagen vor allem von Wasserdruck, CO₂-Druck und Temperatur ab. Kaltes Wasser nimmt Kohlensäure besser auf als warmes. Deshalb wird im Gerät erst gekühlt und dann karbonisiert. Die Einstellung nehmen wir beim Einbau vor und prüfen sie bei der Wartung. Mehr zum Aufbau leitungsgebundener Wasserspender →

Still, gekühlt, sprudelnd: die drei Wasserarten

Die meisten Geräte für Büro und Betrieb bieten diese Kombinationen:

  • Still: gefiltertes Leitungswasser in Raumtemperatur, etwa für Tee oder für Leute, die kein kaltes Wasser mögen.
  • Gekühlt: dasselbe Wasser, auf die eingestellte Temperatur gekühlt.
  • Sprudelnd: gekühltes Wasser mit Kohlensäure.

Welche Wasserarten ein Gerät liefert, steht bei jedem Modell dabei. Der Blu Pura 30, der Blu Glass und der Touch Free bieten still, gekühlt und sprudelnd. Der Cube, der Blu Glass Tower und der Aqua Fresh Light liefern gekühlt still und gekühlt mit Kohlensäure. → Alle Geräte im Vergleich

Unterschied zum Wassersprudler für zu Hause

Ein Tisch-Wassersprudler, wie man ihn aus der Küche kennt, arbeitet nach einem anderen Prinzip. Du füllst eine Flasche mit Leitungswasser, schraubst sie ein und drückst CO₂ hinein. Das Wasser wird dabei weder gefiltert noch gekühlt.

Leitungsgebundener Wasserspender Tisch-Wassersprudler
Wasserdirekt aus der Leitung, gefiltertvon Hand in die Flasche gefüllt
Kühlungim Gerät integriertkeine, Flasche in den Kühlschrank
BedienungGlas drunter, Taste drückenFlasche füllen, einschrauben, sprudeln
CO₂größere Flasche, Wechsel im Rahmen der Wartungkleiner Zylinder, je nach Hersteller für rund 60 Liter
Gedacht fürTeams, Kundenbereiche, Haushalte mit hohem Verbraucheinzelne Haushalte

Für eine Person oder ein Paar ist der Tischsprudler eine einfache Lösung. In einem Büro, in dem mehrere Leute über den Tag verteilt zapfen, wird er schnell zum Engpass: Flaschen stehen herum, der Zylinder ist leer, und kalt ist das Wasser nur, wenn jemand vorgekühlt hat. Ein Wassersprudler fürs Büro im Sinne eines festen Geräts an der Leitung nimmt diese Handgriffe weg.

Was kostet die Kohlensäure?

CO₂ ist der einzige Verbrauchsposten, der beim Sprudelgerät zusätzlich anfällt. Am Markt liegen die CO₂-Kosten für einen Wasserspender im Büro bei etwa 30–60 € pro Jahr, je nach Verbrauch und Flaschengröße. Dazu kommen wie bei jedem leitungsgebundenen Gerät Strom für die Kühlung und die Wartung. Insgesamt liegen die laufenden Kosten nach einem Kauf bei ca. 300–550 € pro Jahr. Bei Miete sind Wartung und Filter in der Regel in der Rate enthalten, ob CO₂ dazugehört, solltest du im Vertrag nachsehen.

Die vollständige Kostenübersicht mit Kauf- und Mietspannen steht im Artikel Wasserspender Kosten. Wie sich das pro Mitarbeiter rechnet, zeigt der Leitfaden Wasserspender fürs Büro.

Wechsel der CO₂-Flasche

Wenn die Kohlensäure nachlässt, ist meist die CO₂-Flasche leer. Einige Geräte zeigen das an: Der Blu Glass hat eine CO₂-Anzeige, der Cube eine CO₂-Leererkennung. Für den Wechsel gilt:

  • CO₂-Flaschen stehen unter Druck. Sie werden aufrecht transportiert, gelagert und betrieben.
  • Verwendet wird nur Kohlensäure in Lebensmittelqualität (E290).
  • Nach dem Wechsel wird der Anschluss auf Dichtheit geprüft.

Bei uns gehört CO₂ zur Wartung. Wir planen den Nachschub in festen Intervallen ein, damit das Thema nicht bei dir landet. Was bei der Wartung passiert →

Wenn das Wasser kaum noch sprudelt

Wie stark das Wasser sprudelt, hängt von Wasserdruck, CO₂-Druck und Temperatur ab. Lässt die Kohlensäure nach, liegt es meist an einem dieser drei Punkte. In dieser Reihenfolge lohnt sich der Blick:

  1. CO₂-Flasche leer oder Ventil nicht ganz offen: Die häufigste Ursache. Zeigt das Gerät eine CO₂-Anzeige oder Leererkennung, steht die Antwort dort. Wurde die Flasche gerade gewechselt, prüfe, ob das Flaschenventil vollständig geöffnet ist.
  2. Wasser nicht kalt genug: Kaltes Wasser bindet Kohlensäure besser. Haben gerade viele Leute nacheinander gezapft, kommt das Wasser wärmer und sprudelt schwächer. Nach einer Pause erholt sich das von selbst. Passiert das täglich, ist die Kühlleistung für den Andrang zu knapp.
  3. Falsche Taste: Bei Geräten mit Medium-Stufe wird stilles und karbonisiertes Wasser gemischt. Das schmeckt weniger spritzig und wird schnell für einen Fehler gehalten.
  4. Druck und Einstellung: Schwankt der Wasserdruck im Gebäude oder ist der Druckminderer verstellt, ändert sich die Kohlensäure dauerhaft. Das ist kein Fall zum Selbermachen. Die Einstellung prüft der Techniker bei der Wartung oder auf Anruf.

Zischt es hörbar an Flasche oder Anschluss, Flaschenventil schließen, Raum lüften und den Service anrufen. CO₂ ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden, gerade in kleinen, geschlossenen Unterschränken.

Hygiene beim Sprudelgerät

Für die Hygiene gelten dieselben Regeln wie für jeden leitungsgebundenen Wasserspender. Das Wasser muss die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllen, Filter werden nach Herstellervorgabe gewechselt, Auslass und Tropfschale regelmäßig gereinigt. Der Karbonator wird bei der Wartung mit betrachtet. Mehr dazu in Hygiene beim Wasserspender.

Worauf du bei einem Sprudelgerät achten solltest

  • Platz für die CO₂-Flasche: Steht sie im Gerät, im Unterschrank oder daneben? Das entscheidet mit über den Aufstellort.
  • Anzeige bei leerer Flasche: Eine CO₂-Anzeige oder Leererkennung spart die Frage, warum das Wasser plötzlich still ist.
  • Kühlleistung: Sprudel braucht kaltes Wasser. Bei vielen Nutzern zählt, wie viel gekühltes Wasser pro Stunde nachkommt.
  • Wartung inklusive CO₂: Klär vorab, wer Filter und CO₂ organisiert und in welchem Intervall.

Welche Fehler bei der Auswahl häufig passieren, steht in Fehler bei der Wasserspender-Wahl.

Büro oder Zuhause?

Im Büro entscheidet die Kühlleistung: Wenn mittags zehn Leute nacheinander Sprudel zapfen, muss das Gerät gekühltes Wasser nachliefern. Für Teams lohnt sich deshalb ein Gerät mit ausreichender Kühlleistung und festem Wartungsintervall. Die Auswahl nach Teamgröße steht im Leitfaden Wasserspender fürs Büro.

Zu Hause reicht in der Regel ein kompaktes Tischgerät in der Küche. Auch dort gilt: Wasser aus der Leitung, gefiltert, gekühlt und auf Wunsch sprudelnd, ohne Flaschen und ohne Zylinder tauschen im Laden. Wasserspender für Zuhause →

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert ein Wasserspender mit Kohlensäure?

Das Leitungswasser wird gefiltert und gekühlt. Im Karbonator wird es mit CO₂ aus einer Flasche in Lebensmittelqualität angereichert. Auf Knopfdruck kommt es sprudelnd aus dem Auslass.

Was kostet CO₂ für einen Wasserspender im Jahr?

Am Markt rund 30–60 € pro Jahr, je nach Verbrauch und Flaschengröße. Die gesamten laufenden Kosten nach einem Kauf liegen bei ca. 300–550 € pro Jahr.

Wer wechselt die CO₂-Flasche?

Bei uns ist CO₂ Teil der Wartung. Wir planen den Wechsel in festen Intervallen ein. Einige Geräte zeigen zusätzlich an, wenn die Flasche leer wird.

Ist ein Wasserspender mit Sprudel besser als ein Wassersprudler fürs Büro?

Für Teams ja: Das Gerät hängt an der Leitung, kühlt selbst und braucht keine Flaschen. Ein Tisch-Wassersprudler passt eher zu einzelnen Haushalten.

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