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Vergleich · 7 Min · Aktualisiert Oktober 2026

Wasserspender vs. Wassersprudler im Büro: was sich rechnet

Wasserspender oder Wassersprudler: In vielen Büros steht als erste Lösung ein Tisch-Sprudler in der Teeküche, wie man ihn unter der Marke SodaStream aus dem Haushalt kennt. Das ist günstig in der Anschaffung und für kleine Teams völlig ausreichend. Ab einer gewissen Teamgröße kippen Kosten und Aufwand aber. Hier rechnen wir beide Varianten mit offenen Annahmen durch, damit du die Grenze für dein Büro selbst bestimmen kannst.

Zwei Geräte, zwei Prinzipien

Ein Tisch-Wassersprudler ist ein Handgerät: Flasche am Wasserhahn füllen, einsetzen, Kohlensäure hineindrücken. Gekühlt und gefiltert wird dabei nichts. Ein leitungsgebundener Wasserspender hängt fest an der Kaltwasserleitung, filtert, kühlt und karbonisiert auf Knopfdruck. Wie die Kohlensäure im Spender entsteht und wie sich die beiden Geräte technisch unterscheiden, steht im Artikel Wasserspender mit Sprudel. Hier geht es um die Frage, was im Büroalltag mehr kostet: Geld, Zeit und Hygieneaufwand.

Die Rechnung: Kosten pro Liter Sprudel

Beim Tisch-Sprudler ist der CO₂-Zylinder der laufende Posten. Ein üblicher 425-Gramm-Zylinder reicht laut Herstellerangaben für etwa 60 Liter. Der Tauschpreis schwankt je nach Händler und Marke, im Handel finden sich Werte von rund 6,50 bis 16 Euro. Wir rechnen mit 8 Euro pro Tausch.

  1. CO₂ pro Liter: 8 Euro geteilt durch 60 Liter ergibt rund 0,13 Euro pro Liter Sprudel.
  2. Jahresbedarf: Personen × Liter Sprudel pro Tag × Arbeitstage. Bei 10 Personen, die je einen halben Liter Sprudel am Tag trinken, und 220 Arbeitstagen sind das 1.100 Liter.
  3. Zylinder pro Jahr: 1.100 Liter geteilt durch 60 ergibt rund 19 Zylinder, also etwa alle zwölf Arbeitstage ein Tausch.
  4. CO₂-Kosten: 19 × 8 Euro sind rund 150 Euro im Jahr. Dazu kommen das Gerät selbst, ein Satz Flaschen und deren Ersatz.

Beim leitungsgebundenen Wasserspender sieht die Rechnung anders aus. Das Wasser kostet fast nichts, der Großteil sind fixe Gerätekosten. Am Markt liegt ein Tischgerät im Kauf bei 1.200 bis 2.500 Euro, dazu kommen 300 bis 550 Euro Betrieb im Jahr für Wartung, Filter und Strom. Verteilt auf fünf Jahre ergibt das rund 540 bis 1.050 Euro im Jahr. Zur Miete liegen Tischgeräte bei 60 bis 150 Euro im Monat. Die Kohlensäure wird bei uns immer gesondert berechnet, auch bei Miete.

Was das für verschiedene Teamgrößen heißt

Team Liter Sprudel im Jahr Zylinder im Jahr CO₂ Tisch-Sprudler Sprudelvorgänge pro Tag (1-Liter-Flasche)
5 Personen550ca. 9ca. 75 €2 bis 3
10 Personen1.100ca. 19ca. 150 €5
20 Personen2.200ca. 37ca. 295 €10
30 Personen3.300ca. 55ca. 440 €15

Annahmen: ein halber Liter Sprudel pro Person und Arbeitstag, 220 Arbeitstage, 8 Euro pro Zylindertausch, 60 Liter pro Zylinder. Stilles Wasser ist nicht eingerechnet, das kommt bei beiden Varianten aus der Leitung. Setz deine eigenen Werte ein: Wird bei euch mehr Sprudel getrunken, steigen die Zahlen in der Tabelle linear.

Rein beim Geld bleibt der Tisch-Sprudler bis etwa 20 Personen klar günstiger. Bei 30 Personen liegen die CO₂-Kosten allein schon in der Nähe des unteren Endes eines Spenders im Kauf, ohne dass das Wasser gekühlt oder gefiltert wäre. Die eigentliche Grenze liegt aber meist früher, und zwar beim Aufwand.

Der Aufwand, der auf keiner Rechnung steht

Ein Sprudelvorgang dauert mit Füllen, Einsetzen und Zurückstellen etwa eine Minute. Bei 15 Vorgängen am Tag sind das eine Viertelstunde, verteilt auf viele Leute und viele kleine Unterbrechungen. Dazu kommen Aufgaben, die im Büro gern an einer Person hängen bleiben:

  • Zylinder tauschen: Bei 30 Personen etwa einmal pro Woche. Jemand muss Ersatz vorrätig halten und leere Zylinder zum Händler bringen.
  • Flaschen spülen: Viele Kunststoffflaschen für Sprudler sind laut Hersteller nicht spülmaschinengeeignet, Glasflaschen und einige neuere Modelle schon. Bei Kunststoff heißt das Handwäsche.
  • Kalt stellen: Frisch gesprudeltes Leitungswasser hat Leitungstemperatur. Wer es kalt will, braucht vorgekühltes Wasser und damit Platz im Kühlschrank.
  • Engpass zur Mittagszeit: Ein Gerät, eine Flasche nach der anderen. Wenn fünf Leute gleichzeitig Wasser wollen, wird gewartet.

Beim Spender entfallen diese Handgriffe. Es bleiben die Wartungstermine, bei denen wir auch die CO₂-Flasche tauschen.

Hygiene: wo jeweils die Schwachstelle liegt

Beim Tisch-Sprudler liegt das Risiko bei den Flaschen. Eine Flasche, die mit Restwasser über das Wochenende im Regal steht oder nur kurz ausgespült wird, ist der typische Fall. Flaschen mit engem Hals sind schwer gründlich zu reinigen, und Kunststoffflaschen tragen oft ein aufgedrucktes Ablaufdatum, nach dem sie ersetzt werden sollen. Wer im Büro sprudelt, sollte festlegen, wer spült, und Flaschen offen trocknen lassen.

Beim leitungsgebundenen Spender liegt das Risiko bei vergessener Wartung und am Auslauf. Mit festem Wartungsintervall, Desinfektion durch den Techniker und täglicher Pflege der Abtropfschale ist das gut beherrschbar. Was im Einzelnen dazugehört, steht in Wasserspender-Hygiene.

Wann der Tisch-Sprudler reicht

  • Kleines Team bis etwa zehn Personen, die nicht alle Sprudel trinken. Dann reicht oft ein Zylinder im Monat.
  • Kein Wasseranschluss am gewünschten Ort und keine Möglichkeit, einen legen zu lassen, etwa in einer Mietfläche ohne Teeküche.
  • Befristete Büros oder Projekträume, für die sich keine Installation lohnt.
  • Jemand kümmert sich gern darum. Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem Sprudler im Büro meist scheitern.

Wann der Wasserspender die bessere Wahl ist

  • Ab etwa 15 bis 20 Personen, besonders wenn viel Sprudel getrunken wird
  • Wenn das Wasser kalt kommen soll, ohne dass Flaschen im Kühlschrank vorgekühlt werden
  • Wenn Kunden oder Gäste sich selbst bedienen sollen, etwa im Wartebereich
  • Wenn niemand Zylinder tauschen und Flaschen spülen soll

Für den Einstieg in kleinen Teams gibt es kompakte Tischgeräte wie den Cube. Wer mehr Andrang hat, schaut auf die Kühlleistung, etwa beim Blu Pura 30 mit 30 Litern pro Stunde. Ob am Wunschplatz angeschlossen werden kann, klärt der Artikel Wasserspender mit Festanschluss.

Umstieg: was du vorher klären solltest

  1. Verbrauch messen: Zähl vier Wochen lang die getauschten Zylinder. Mal 60 ergibt deinen echten Sprudelverbrauch in Litern.
  2. Anschluss prüfen: Foto vom Unterschrank der Spüle machen, freien Abgang am Eckventil suchen, Steckdose in der Nähe.
  3. Restliche Zylinder: Pfand- oder Tauschzylinder zurückgeben, bevor sie im Schrank vergessen werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Wassersprudler fürs Büro günstiger als ein Wasserspender?

Für kleine Teams ja. Mit unseren Annahmen kostet CO₂ beim Tisch-Sprudler rund 0,13 Euro pro Liter Sprudel. Bis etwa 20 Personen bleibt das unter den Jahreskosten eines Spenders. Mit steigender Teamgröße wird der Abstand kleiner, und der Aufwand für Zylinder und Flaschen wächst mit.

Kühlt ein Tisch-Wassersprudler das Wasser?

Nein. Er karbonisiert nur. Das Wasser hat Leitungstemperatur, kalt wird es erst im Kühlschrank. Ein leitungsgebundener Wasserspender kühlt im Gerät.

Wie oft muss beim Sprudler im Büro der Zylinder getauscht werden?

Ein 425-Gramm-Zylinder reicht für etwa 60 Liter. Bei zehn Personen mit einem halben Liter Sprudel am Tag ist das etwa alle zwölf Arbeitstage, bei 30 Personen etwa einmal pro Woche.

Wer bezahlt beim Wasserspender die Kohlensäure?

Bei uns wird CO₂ immer gesondert berechnet, auch bei Miete. Den Flaschentausch übernehmen wir bei der Wartung.

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