Wasserspender im Autohaus: Showroom, Wartebereich, Werkstatt
Im Autohaus brauchen drei Gruppen Wasser: Kunden im Verkaufsgespräch, Kunden, die auf ihr Auto warten, und das Team in der Werkstatt. Jede Gruppe hat andere Anforderungen, und in der Reifensaison ändert sich alles noch einmal. Was du beim Wasserspender fürs Autohaus bei Geräteauswahl, Aufstellung, mehreren Standorten und Kosten beachten solltest.
Warum Trinkwasser im Autohaus ein Thema ist
- Verkaufsgespräch: Beratung, Probefahrt, Finanzierung, Vertrag. Ein Kaufgespräch zieht sich. Ein Glas Wasser gehört zum Standard, genauso wie Kaffee.
- Wartebereich Service: Wer auf Inspektion oder Reifenwechsel wartet, sitzt oft eine Stunde oder länger. Eine Wasserstation, an der sich Kunden selbst bedienen, entlastet den Empfang.
- Werkstatt: Mechatroniker arbeiten körperlich, im Sommer in warmen Hallen. Steigt die Hallentemperatur über 26 °C, sollen nach ASR A3.5 geeignete Getränke bereitstehen, über 30 °C ist das Pflicht. Trinkwasser reicht dafür aus.
- Kein Flaschenlager: Kisten in Showroom oder Werkstatt sehen nicht gut aus, kosten Platz und müssen bestellt und zurückgegeben werden.
Rechtlich ist ein Wasserspender im Autohaus keine Pflicht. Was für Arbeitgeber gilt, steht unter Wasserspender-Pflicht für Arbeitgeber.
Welches Gerät passt wohin?
In einem Autohaus lohnt es sich, die Bereiche getrennt zu planen. Showroom und Werkstatt haben kaum etwas gemeinsam, außer dass beide Wasser brauchen.
- Showroom und Kundenlounge: Hier steht das Gerät im Blick der Kunden, zwischen Fahrzeugen, die auf Hochglanz poliert sind. Eine Thekensäule wie der Blu Glass Tower, ein Tischgerät wie das Blu Glass auf der Theke oder der Blu Pura Black im matten Gehäuse passen zum Verkaufsraum. Still und sprudelnd sollten beide Wasserarten verfügbar sein.
- Wartebereich Service: Wo Kunden sich selbst bedienen, ist berührungslose Ausgabe sinnvoll. Das Touch Free gibt per Infrarot-Sensor Wasser aus, ohne dass jemand eine Taste drückt. Gläser oder Becher direkt daneben, ein Mülleimer in Reichweite.
- Werkstatt: Hier zählen Robustheit und Leistung. Für größere Betriebe gibt es den Aqua Fresh Light mit 80 Litern Kühlleistung pro Stunde und abschließbarem Unterschrank. Für kleinere Werkstätten reicht oft ein kompaktes Gerät wie der Cube mit 60 Litern Kühlleistung im Sozialraum.
Beim Showroom-Gerät gilt außerdem: Viele Autohäuser arbeiten nach Ausstattungsvorgaben ihrer Marke. Wenn es für Kundenlounge oder Theke solche Vorgaben gibt, nimm sie mit ins Beratungsgespräch. Dann passt das Gerät zur Einrichtung, statt nachträglich aufzufallen.
Für die Werkstatt gelten dieselben Grundregeln wie in jedem Handwerksbetrieb: nicht neben Hebebühne, Schleif- oder Lackierplatz, lieber am Übergang zum Sozialraum. Ausführlich steht das im Beitrag Wasserspender für Handwerk und Werkstatt.
Reifensaison: wenn der Wartebereich voll ist
Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, ändert sich der Betrieb im Kundenbereich. Beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen sitzen deutlich mehr Kunden im Wartebereich als im Rest des Jahres, viele davon ohne Termin für ein Beratungsgespräch, einfach zum Warten. Ein Beispiel:
- Normalbetrieb: 15 wartende Kunden am Tag, jeder trinkt ein bis zwei Gläser. Das sind 5 bis 10 Liter, über den Tag verteilt. Jedes Gerät schafft das ohne Weiteres.
- Reifensaison: 60 wartende Kunden am Tag, davon 20 in der vollsten Morgenstunde. Bei je 0,3 Litern sind das 6 Liter in einer Stunde. Auch das ist für ein Gerät mit 30 Litern Kühlleistung pro Stunde kein Problem.
Die Kühlleistung ist im Kundenbereich also selten der Engpass. Was in der Reifensaison knapp wird, sind Becher, Abstellflächen und eine saubere Tropfschale. Plane den Nachschub an Bechern und eine zusätzliche Reinigungsrunde am Vormittag ein.
Sprudel, Heißwasser und was Kunden erwarten
- Sprudel: Im Kundenbereich wird Wasser mit Kohlensäure oft nachgefragt. In der Werkstatt trinken viele lieber still. Wer beides anbieten will, wählt für den Kundenbereich ein Gerät mit Sprudel und für die Werkstatt eines, bei dem still im Vordergrund steht.
- Kaffee bleibt Kaffee: Der Wasserspender ersetzt im Kundenbereich nicht den Kaffeevollautomaten, sondern ergänzt ihn. Stehen beide nebeneinander, teilen sie sich Steckdose, Wasseranschluss und Reinigungsrunde.
- Heißwasser: Für Tee in der Lounge praktisch, aber nicht jedes Modell kann das. Kläre es in der Beratung.
Hygiene und Wartung
Das Wasser aus dem Spender muss den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Filterwechsel, Desinfektion und Funktionsprüfung laufen über die regelmäßige Wartung. Im Autohaus sind es vor allem die unterschiedlichen Bereiche, die den Alltag bestimmen:
- Kundenbereich: Hier wird das Gerät von vielen fremden Händen bedient und von Kunden gesehen. Zapfstelle und Tropfschale gehören in die Reinigungsrunde, die auch Theke und Tische abdeckt.
- Werkstatt: Das Gehäuse wird schneller schmutzig als im Showroom. Ein fester Platz für Putztücher in der Nähe und eine klare Zuständigkeit im Team helfen mehr als jeder Aushang.
- Protokolle: Bei mehreren Geräten an mehreren Orten sollten alle Wartungsnachweise an einer Stelle liegen, zum Beispiel beim Serviceleiter.
Bei Aqua Sonata kommen die Termine für Wartung und Filterwechsel von uns, für alle Geräte im Haus. Was zur täglichen Pflege gehört, erklärt der Beitrag Hygiene am Wasserspender.
Mehrere Standorte
Viele Autohäuser haben mehr als einen Betrieb. Dann lohnt es sich, die Ausstattung gemeinsam zu planen, statt jeden Standort einzeln entscheiden zu lassen:
- Gleiche Geräte: Vergleichbare Modelle an allen Standorten machen Bedienung, Einweisung und Wartung einfacher.
- Ein Wartungsplan: Termine für alle Betriebe in einer Übersicht, mit einem Ansprechpartner statt einer Hotline pro Standort.
- Ein Vertrag: Wartung und Filterwechsel für alle Geräte in einem Vertrag, mit einer Übersicht, welches Gerät wo steht.
Wo wir in NRW und den angrenzenden Bundesländern unterwegs sind, siehst du unter Standorte.
Was kostet ein Wasserspender fürs Autohaus?
Pro Gerät gelten die üblichen Marktspannen: 60–150 € Miete im Monat, Filter und Wartung meist inklusive. Wer kauft, zahlt 1.200–2.500 € für ein Tischgerät oder 2.000–4.500 € für ein Standgerät und danach etwa 300–550 € pro Jahr.
Im Autohaus rechnet sich der Kundenbereich am besten pro Kundenkontakt. Ein Beispiel: Ein Gerät für 100 € Miete im Monat bei 20 Kunden am Tag und 22 Öffnungstagen sind rund 0,23 € pro Kunde. Wer heute stattdessen kleine Flaschen ausgibt, zahlt pro Flasche meist mehr und hat Lager, Kühlschrank und Leergut zusätzlich. Mit zwei oder drei Geräten (Showroom, Wartebereich, Werkstatt) solltest du pro Gerät rechnen. Die Aufschlüsselung steht unter Was kostet ein Wasserspender?, eine erste Schätzung liefert unser Rechner.
Kauf oder Miete?
Miete ist sinnvoll, wenn du ohne Anfangsinvestition starten, einen Umbau des Showrooms abwarten oder Geräte später tauschen willst. Kauf passt, wenn der Standort langfristig gesetzt ist und die Wartung fest geregelt wird. Bei mehreren Betrieben ist auch eine Mischung möglich, etwa gekaufte Geräte im Stammhaus und gemietete an kleineren Standorten. Mehr dazu unter Kaufen oder mieten.
Anschluss und Installation
Ein leitungsgebundener Wasserspender braucht einen Kaltwasseranschluss und eine Steckdose. Im Autohaus liegt Wasser meist in Werkstatt, Sozialraum und Kundentoilette. Für den Showroom muss oft vorher ein Installateur eine Leitung legen, unter der Theke oder an einer Wand entlang. Größere Geräte wie der Aqua Fresh Light brauchen zusätzlich einen Abwasseranschluss. Plane die Installation am besten zusammen mit dem Aufstellort, und wenn ein Showroom-Umbau ansteht, gleich mit diesem. Mehr dazu im Beitrag Wasserspender-Installation.
Checkliste: Wasserspender im Autohaus
- ☐ Bereiche getrennt planen: Showroom, Wartebereich, Werkstatt
- ☐ Ausstattungsvorgaben der Marke für den Kundenbereich prüfen
- ☐ Still und sprudelnd im Kundenbereich
- ☐ Berührungslose Bedienung im Wartebereich
- ☐ Becher und Reinigungsrunden für die Reifensaison einplanen
- ☐ Werkstatt-Gerät abseits von Hebebühne, Schleif- und Lackierplatz
- ☐ Wasseranschluss, Steckdose und ggf. Abwasser am Aufstellort
- ☐ Wartung und Filterwechsel für alle Standorte über einen Ansprechpartner
Häufig gestellte Fragen
Welcher Wasserspender eignet sich für den Kundenbereich im Autohaus?
Eine Thekensäule oder ein Tischgerät mit stillem und sprudelndem Wasser. Wo Kunden sich selbst bedienen, ist berührungslose Bedienung sinnvoll.
Muss ich in der Werkstatt Getränke für Mitarbeiter bereitstellen?
Für Werkstatthallen gilt die ASR A3.5: Ab 26 °C sollen geeignete Getränke bereitstehen, ab 30 °C ist das Pflicht. Trinkwasser genügt dafür.
Kann ein Wasserspender in der Werkstatt stehen?
Ja, mit Wasseranschluss und Steckdose. Wähle einen Platz abseits von Hebebühne, Schleif- und Lackierbereich und plane die tägliche Reinigung ein.
Was kostet ein Wasserspender im Autohaus pro Monat?
Mietgeräte liegen im Markt bei etwa 60–150 € pro Monat und Gerät, meist mit Filter und Wartung.