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Wasserhärte · Münster · Stand Jahresmittel 2025

Wasserhärte Münster: Härtegrad und Trinkwasserqualität

Das Leitungswasser in Münster ist mittel bis hart. Die Stadtwerke Münster geben für 2025 Jahresmittelwerte zwischen 11,0 °dH (Bezug von Gelsenwasser) und 16,9 °dH (Vennheide) an. Seit August 2026 enthärtet das größte Wasserwerk Hornheide; dort soll das Wasser künftig im mittleren Bereich liegen.

Wer Münster mit Trinkwasser versorgt

Versorger sind die Stadtwerke Münster. Etwa drei Viertel des Bedarfs bereiten sie in eigenen Wasserwerken auf, das restliche Viertel beziehen sie von der Gelsenwasser AG aus dem Wasserwerk in Haltern. Die eigenen Werke fördern Grundwasser; in Münster wird dem Grundwasser zusätzlich vorgereinigtes Oberflächenwasser zugegeben, das vorher Aktivkohlefilter durchläuft.

Das größte Werk ist Hornheide in Handorf mit Fassungen in der Hornheide, der Haskenau und in Gittrup. Die Stadtwerke bauen es aus, sodass ab 2028 die meisten Münsteraner ihr Wasser von dort bekommen. Hohe Ward im Süden wird modernisiert, die kleinen innerstädtischen Werke Kinderhaus und Geist sollen danach stillgelegt werden.

Eine feste Zuordnung von Stadtteilen zu Wasserwerken gibt es nicht. Die Stadtwerke schreiben selbst, dass sich die Versorgungsgebiete wegen des zusammenhängenden Netzes von über 1.000 Kilometern nur schwer abgrenzen lassen, je zentraler die Adresse, desto schwieriger.

Die Werte aus der aktuellen Analyse

Die Stadtwerke veröffentlichen Jahresmittelwerte getrennt nach Herkunft. Die folgenden Zahlen stammen aus der Analyse für 2025.

ParameterHohe WardVennheideHornheide*Bezug Gelsenwasser
Gesamthärte12,5 °dH16,9 °dH15,1 °dH11,0 °dH
Härte in mmol/l2,283,012,691,96
Härtebereichmittelharthartmittel
Calcium79,2 mg/l104,9 mg/l97,1 mg/l71,2 mg/l
Magnesium6,0 mg/l9,4 mg/l6,3 mg/l4,5 mg/l
Nitrat (Grenzwert 50 mg/l)5,33 mg/l9,56 mg/l5,12 mg/l11,42 mg/l
pH-Wert7,47,37,47,6

Quelle: Stadtwerke Münster, Qualität des Trinkwassers, Jahresmittelwerte 2025 (PDF, Stand 13.08.2026). *Hornheide: Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die im August 2026 in Betrieb gehende Aufbereitungsanlage die Härtebildner reduziert und künftig eine gleichbleibende Härte im mittleren Bereich erreicht wird. Der Wert von 15,1 °dH beschreibt also den Zustand vor der Umstellung.

Was die Härte im Alltag bedeutet

Münster ist eine der Städte in NRW, in denen Kalk im Alltag sichtbar wird: weiße Ränder am Wasserkocher, Beläge an Armaturen, schnelleres Verkalken von Kaffeemaschinen. Was du konkret tun kannst:

  • Geräte nicht zu niedrig einstellen: Solange unklar ist, aus welchem Werk deine Adresse versorgt wird, wählst du in Spülmaschine und Kaffeemaschine lieber die Stufe für etwa 15 bis 17 °dH. Zu niedrig eingestellt verkalken die Geräte, zu hoch eingestellt kosten sie nur etwas mehr Salz.
  • Nach der Umstellung neu prüfen: Wenn die Stadtwerke die Jahresmittel 2026 mit der neuen Hornheide-Anlage veröffentlichen, lohnt ein zweiter Blick. Sinkt die Härte, kannst du die Geräte herunterstellen.
  • Teststreifen nutzen: Viele Kaffeevollautomaten liegen Härteteststreifen bei. Ein Test direkt am Hahn klärt die Frage für deine Adresse schneller als jede Tabelle.
  • Waschmittel nach Härtebereich dosieren: Die Angaben auf der Packung unterscheiden „mittel“ und „hart“.

Trinkwasserqualität in Münster

Die Stadtwerke lassen das Wasser während der Aufbereitung, an den Wasserwerksausgängen und im städtischen Netz durch unabhängige Fachleute prüfen. Maßstab ist die Trinkwasserverordnung, die seit dem 24. Juni 2023 in neuer Fassung gilt. Die Nitratwerte liegen in allen vier Spalten bei einem Bruchteil des Grenzwerts von 50 mg/l.

Bis zur Hauptabsperreinrichtung am Hausanschluss sind die Stadtwerke verantwortlich, dahinter der Eigentümer. Proben aus dem Zapfhahn im Haus nehmen die Stadtwerke nicht; wer seine Hausinstallation prüfen lassen will, beauftragt dafür selbst ein akkreditiertes Labor.

Was das für Wasser im Büro bedeutet

Ein leitungsgebundener Wasserspender filtert Chlor, Gerüche und Schwebstoffe. Enthärten tut er nicht. In Münster fließt also Wasser mit 11 bis 17 °dH auch durch das Gerät. Bei dieser Härte ist es sinnvoll, mit dem Anbieter vorab zu besprechen, wie er Kalk bei Wartung und Filterwechsel berücksichtigt.

Wie die Geräte aufgebaut sind, erklärt der Ratgeber Leitungsgebundener Wasserspender. Was die Trinkwasserverordnung für Wasserspender bedeutet, steht unter Trinkwasserverordnung und Wasserspender. Unser Angebot für Betriebe vor Ort: Wasserspender in Münster.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Leitungswasser in Münster hart?

Teilweise. Die Jahresmittel 2025 liegen je nach Herkunft zwischen 11,0 °dH (mittel) und 16,9 °dH (hart). Mit der neuen Aufbereitung im Wasserwerk Hornheide seit August 2026 soll das Wasser von dort künftig im mittleren Bereich liegen.

Kann man Leitungswasser in Münster trinken?

Ja. Die Stadtwerke Münster geben an, dass ihr Wasser die Anforderungen der Trinkwasserverordnung in jeder Hinsicht erfüllt und für alle Altersgruppen geeignet ist. Für die Leitungen im Gebäude ist der Eigentümer zuständig.

Aus welchem Wasserwerk kommt mein Wasser?

Das lässt sich in Münster nicht pauschal sagen. Das Netz ist zusammenhängend, und die Stadtwerke schreiben selbst, dass die Versorgungsgebiete schwer abzugrenzen sind. Für eine konkrete Adresse fragst du am besten bei den Stadtwerken nach.

Wie finde ich die Wasserhärte für meine Straße heraus?

Die veröffentlichten Werte gelten je Wasserwerk, nicht je Straße. Am schnellsten ist ein Härteteststreifen am eigenen Hahn; verbindliche Auskunft für deine Adresse geben die Stadtwerke Münster.

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