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Wasserhärte · Bochum · Stand 2. Quartal 2026

Wasserhärte Bochum: Härtegrad und Trinkwasserqualität

Das Leitungswasser in Bochum ist weich: Die Stadtwerke Bochum messen eine Gesamthärte von 7,3 °dH im größten Teil der Stadt und 7,6 °dH in Langendreer und Werne (Quartalsanalyse 1. April bis 30. Juni 2026). Beide Werte liegen knapp unter der Grenze zu „mittel“ bei 8,4 °dH.

Wer Bochum mit Trinkwasser versorgt

Versorger sind die Stadtwerke Bochum. Sie gewinnen das Wasser nicht selbst, sondern werden von zwei Wasserwerken beliefert: Essen-Horst und Witten. Nach Angaben der Stadtwerke bekommen Langendreer und Werne ihr Wasser direkt aus dem Wasserwerk Witten. Der Rest des Stadtgebiets wird aus beiden Werken in wechselnden Anteilen versorgt, in einzelnen Randlagen auch aus einem benachbarten Wasserwerk.

Deshalb veröffentlichen die Stadtwerke zwei getrennte Analysen: eine für Langendreer und Werne, eine für das übrige Bochum. Die Unterschiede sind klein, aber sie erklären, warum du im Osten der Stadt einen etwas höheren Härtewert findest.

Die Werte aus der aktuellen Analyse

Die Tabelle zeigt die Quartalsmittelwerte (Median) der Stadtwerke Bochum für das zweite Quartal 2026. Untersucht hat die Westfälische Wasser- und Umweltanalytik (WWU), Entnahmestellen sind die Darpestraße (übriges Bochum) und Am Honnengraben (Langendreer/Werne).

ParameterBochum (ohne Langendreer/Werne)Langendreer und WerneGrenzwert TrinkwV
Gesamthärte7,3 °dH (1,29 mmol/l)7,6 °dH (1,36 mmol/l)–
Härtebereichweichweich–
Karbonathärte5,4 °dH5,5 °dH–
Calcium41 mg/l43 mg/l–
Magnesium6,9 mg/l6,9 mg/l–
Nitrat8,9 mg/l8,7 mg/l50 mg/l
pH-Wert8,088,056,5 bis 9,5

Quelle: Stadtwerke Bochum, Quartalsanalysen für das Trinkwasser Bochum, Zeitraum 01.04. bis 30.06.2026. Die Stadtwerke aktualisieren die Werte quartalsweise: Wasserqualität bei den Stadtwerken Bochum.

Was die Härte im Alltag bedeutet

Mit gut 7 °dH ist Bochumer Wasser für die meisten Haushaltsgeräte unkompliziert. Kalk setzt sich trotzdem ab, nur langsamer als in Städten mit hartem Grundwasser.

  • Spülmaschine: In der Bedienungsanleitung steht, welche Stufe zu welchem °dH-Wert gehört. Für Bochum wählst du die Stufe, die 7 bis 8 °dH abdeckt. Die eingebaute Enthärtung braucht dann wenig Regeneriersalz.
  • Kaffeevollautomat: Viele Geräte fragen bei der Einrichtung nach der Wasserhärte. Stellst du sie korrekt ein, meldet die Maschine das Entkalken passend, nicht zu früh und nicht zu spät.
  • Wasserkocher: Ein leichter Belag nach einigen Wochen ist normal. Mit Zitronensäure oder Essigessenz lässt er sich lösen.
  • Waschmittel: Auf der Packung steht die Dosierung für „weich“. Mehr zu nehmen bringt nichts.

Weil die Werte nah an der Grenze zu „mittel“ liegen, lohnt sich ein Blick in die nächste Quartalsanalyse, wenn du ein neues Gerät einrichtest.

Trinkwasserqualität: Was die Stadtwerke prüfen und was bei dir liegt

Trinkwasser ist in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung geregelt, die in ihrer neuen Fassung seit dem 24. Juni 2023 gilt. Der Versorger muss die Grenzwerte bis zur Übergabe ins Haus einhalten und dazu regelmäßig untersuchen lassen. In den Bochumer Analysen liegen Nitrat, Metalle und mikrobiologische Werte deutlich unter den Grenzwerten.

Hinter dem Wasserzähler ist der Eigentümer des Gebäudes zuständig. In Altbauten aus der Zeit vor den 1970er Jahren lohnt die Frage nach dem Leitungsmaterial. Und wenn Wasser länger in der Leitung stand, etwa nach einem langen Wochenende im Büro, lässt du es kurz laufen, bis es spürbar kühler kommt.

Was das für Wasser im Büro bedeutet

Ein leitungsgebundener Wasserspender hängt direkt an der Hausleitung und filtert das Wasser, bevor es gekühlt oder mit Kohlensäure versetzt wird. Der Filter hält Chlor, Gerüche und Schwebstoffe zurück. Er enthärtet das Wasser nicht. In Bochum kommen also auch aus dem Wasserspender rund 7 °dH, mit denselben Mineralstoffen wie aus dem Hahn.

Für Betriebe in Bochum ist das eher ein Vorteil: Bei weichem Wasser lagert sich im Gerät wenig Kalk ab. Wie ein solches Gerät funktioniert, steht im Ratgeber Leitungsgebundener Wasserspender. Was wir in Bochum anbieten, findest du unter Wasserspender in Bochum. Die Nachbarstädte im Vergleich: Wasserhärte Essen und Wasserhärte Dortmund.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Leitungswasser in Bochum hart?

Nein. Mit 7,3 bis 7,6 °dH liegt es im Härtebereich „weich“ (unter 8,4 °dH). So steht es in den Quartalsanalysen der Stadtwerke Bochum für April bis Juni 2026.

Kann man Leitungswasser in Bochum trinken?

Ja. Die Stadtwerke Bochum veröffentlichen jedes Quartal Analysen, in denen alle Werte die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einhalten. Für den Zustand der Leitungen im Gebäude ist der Eigentümer verantwortlich.

Warum gibt es für Langendreer und Werne eigene Werte?

Diese beiden Stadtteile werden direkt aus dem Wasserwerk Witten versorgt, der Rest Bochums aus Essen-Horst und Witten gemischt. Deshalb weist die Analyse sie getrennt aus. Aktuell liegt der Wert dort bei 7,6 statt 7,3 °dH.

Wie finde ich die Wasserhärte für meine Straße heraus?

Prüfe zuerst, ob deine Adresse in Langendreer oder Werne liegt, und nimm dann die passende Analyse der Stadtwerke Bochum. Für Randlagen, die aus einem Nachbarwerk versorgt werden, gibt der Kundenservice der Stadtwerke Auskunft.

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