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Wasserhärte · Solingen · Stand Jahresmittel 2025

Wasserhärte Solingen: Härtegrad und Trinkwasserqualität

Das Leitungswasser in Solingen ist weich. Die Jahresmittelwerte 2025 liegen je nach Wasserwerk bei 4,7 bis 5,6 °dH, weil der größte Teil aus der Sengbachtalsperre und der Großen Dhünn-Talsperre stammt. Ausnahmen sind der westliche Teil von Landwehr und der Ohligser Westen, wo Wasser mittlerer Härte ankommt.

Wer Solingen mit Trinkwasser versorgt

Zuständig ist der Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen, Betrieb und Labor liegen bei den Stadtwerken Solingen. Das Wasserwerk Glüder bereitet Wasser aus der Sengbachtalsperre auf und speist ein Ringleitungssystem, das ganz Solingen außer Burg und Höhrath versorgt. Zusätzlich speist die Bergische Trinkwasserverbund GmbH Wasser aus dem Wasserwerk Dabringhausen ein, das sein Rohwasser aus der Großen Dhünn-Talsperre bezieht.

Burg und Höhrath werden über den Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper aus dem Wasserwerk Schürholz versorgt, ebenfalls mit Wasser aus der Großen Dhünn-Talsperre. Talsperrenwasser fließt kaum durch Gestein und nimmt deshalb wenig Kalk auf. Damit es Leitungen nicht angreift, wird es im Wasserwerk über Kalkfiltration auf eine Mindesthärte eingestellt.

Die Werte aus der aktuellen Analyse

ParameterWasserwerk Glüder (Sengbach)Wasserwerk Schürholz (Burg/Höhrath)Einspeisung DabringhausenGrenzwert TrinkwV
Gesamthärte5,6 °dH4,7 °dH5,3 °dH–
Härtebereichweichweichweich–
Karbonathärte4,1 °dH3,6 °dH4,2 °dH–
Calcium32 mg/l28 mg/l32 mg/l–
Magnesium4,6 mg/l3,6 mg/l3,6 mg/l–
Nitrat10,3 mg/l8,2 mg/l8,2 mg/l50 mg/l
pH-Wert7,948,237,91≥ 6,5 und ≤ 9,5

Quelle: Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen, Jahresmittelwerte des Trinkwassers in Solingen 2025 (PDF, über solingen.de), abgerufen am 07.10.2026. Das Merkblatt der Stadt nennt für Talsperrenwasser rund 5 bis 6 °dH bzw. 0,9 bis 1,0 mmol/l.

Zwei Gebiete weichen dauerhaft ab. Laut Merkblatt „Wasserhärte und Dosierempfehlungen“ versorgen die Stadtwerke Langenfeld den Bereich Landwehr westlich der Bahnlinie bis zur Tränke mit Wasser mittlerer Härte; empfohlen wird dort die Einstellung auf 11 °dH. Im Ohligser Westen, westlich der Bahnlinie Köln–Wuppertal, wird über eine Notversorgungsleitung aus Hygienegründen etwas Grundwasser aus dem Wasserwerk Baumberg in Hilden eingespeist. Dort können 5 bis 11 °dH auftreten, auch hier lautet die Empfehlung 11 °dH.

Im Sommer 2026 hatten die Stadtwerke Ohligs, Aufderhöhe und Teile von Merscheid vorsorglich ganz auf das Wasserwerk Baumberg umgestellt, um die Talsperren bei Trockenheit zu entlasten. In dieser Zeit kam dort Wasser mit 10 bis 11 °dH an. Seit dem 30. September 2026 laufen diese Stadtteile wieder über Glüder und damit über die Sengbachtalsperre.

Was die Härte im Alltag bedeutet

Weiches Wasser ist für Geräte angenehm. Kalk entsteht beim Erhitzen trotzdem, nur sehr viel langsamer. Für die Praxis heißt das:

  • Spülmaschine: Auf die niedrigste passende Stufe für 5 bis 6 °dH stellen. In Landwehr-West und im Ohligser Westen gilt die Stufe für 11 °dH.
  • Kaffeemaschine und Wasserkocher: Entkalken ist deutlich seltener nötig als in Städten mit hartem Wasser. Die Härteeinstellung am Vollautomaten auf „weich“ setzen, sonst meldet er sich zu früh.
  • Waschmittel: Mit der Dosierung für „weich“ auskommen. Weniger Waschmittel schont Geldbeutel und Gewässer.
  • Geschmack: Weiches Wasser schmeckt neutral. Wer Wasser mit mehr Mineralstoffen gewohnt ist, empfindet es manchmal als „flach“.

Trinkwasserqualität in Solingen

Die Jahresmittelwerte werden aus bis zu 105 Einzelanalysen je Parameter gebildet; untersucht hat ein akkreditiertes Trinkwasserlabor. Die Stadtwerke Solingen betreiben dafür ein eigenes, nach ISO 17025 akkreditiertes und vom Land NRW bestelltes Wasserlabor. Maßstab ist die Trinkwasserverordnung, die in neuer Fassung seit dem 24. Juni 2023 gilt. E. coli und Enterokokken wurden 2025 in keinem der drei Werke nachgewiesen.

Ob im Haus noch alte Leitungen liegen, ist Sache des Eigentümers. Das Wasserlabor der Stadtwerke untersucht auf Anfrage auch, ob Trinkwasser Blei aus alten Hausleitungen enthält, und führt die gesetzlich geforderten Legionellen-Untersuchungen in Mehrfamilienhäusern durch.

Was das für Wasser im Büro bedeutet

Ein leitungsgebundener Wasserspender filtert Chlor, Gerüche und Schwebstoffe aus dem Leitungswasser. Eine Enthärtung findet nicht statt, und in Solingen ist sie auch nicht nötig. Das weiche Talsperrenwasser kommt mit seinen gut 5 °dH gefiltert, gekühlt und auf Wunsch mit Kohlensäure aus dem Gerät.

Mehr zur Funktionsweise steht im Ratgeber Leitungsgebundener Wasserspender. Für Solinger Betriebe: Wasserspender in Solingen. Ebenfalls im Bergischen: Wasserhärte Wuppertal und Wasserhärte Bergisch Gladbach.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Leitungswasser in Solingen hart?

Nein, es ist weich. Die Jahresmittel 2025 liegen bei 4,7 bis 5,6 °dH. Nur im westlichen Landwehr und im Ohligser Westen kann Wasser mittlerer Härte bis etwa 11 °dH ankommen.

Kann man Leitungswasser in Solingen trinken?

Ja. Die Jahresmittelwerte 2025 des Eigenbetriebs Wasserversorgung zeigen, dass die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Das Wasser wird regelmäßig von einem akkreditierten Labor untersucht.

Woher kommt das Solinger Trinkwasser?

Zum größten Teil aus der Sengbachtalsperre, aufbereitet im Wasserwerk Glüder, und aus der Großen Dhünn-Talsperre über die Wasserwerke Dabringhausen und Schürholz.

Wie finde ich die Wasserhärte für meine Straße heraus?

Für fast ganz Solingen gelten 5 bis 6 °dH. Liegt deine Adresse in Landwehr westlich der Bahnlinie oder im Ohligser Westen, stellst du Geräte auf 11 °dH ein. Im Zweifel gibt das Wasserlabor der Stadtwerke Solingen Auskunft.

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